Kesseltechnik


Bei Kaminen, Kaminöfen und Kachelöfen besteht die Möglichkeit, einen Teil der entstehenden Heizenergie mit Hilfe von Kesseltechnik an das Speichermedium Wasser abzugeben und so dezentral zu Heizwasser- oder auch Brauchwassererwärmung zu nutzen. Je nach Wärmebedarf liegt die Wärmeverteilung zwischen 20 und 70% auf der Wasserseite. Hier gilt die Faustformel, dass pro KW wasserseitige Leistung mindestens 50l Pufferspeicher vorhanden sein muss. Empfohlen ist aber eher das Anderthalbfache, was z. B. bei einer wasserseitigen Leistung von 10 KW einen Pufferspeicher von 500–750l entsprechen würde. Insgesamt gilt, je besser das Haus gedämmt ist, um so eher lohnt sich die Investition in ein solches System, da die Aufstellräume der Feuerstellen nicht zu schnell überheizt werden Insbesondere die Kombination mit Solarzellen ist hier empfehlenswert.

Die Abbrandzeiten sollten Minimum 4 Stunden pro Tag und Minimum 5x pro Woche belaufen, damit sich die Investitionskosten rechnen. Für den “Gelegenheitsheizer” der seinen Kamin eher nur am Wochenende betreibt, z. B. in der Übergangszeit, ist ein solches System eher uninteressant, hier empfiehlt es sich im Zweifel eher über einen Speicherkamin nachzudenken, welcher seine Wärmeabgabe in den Aufstellraum über ca. 8 Stunden verteilt.


  • Kesseltechnik Kamine Richter GmbH
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